Gedenkveranstaltung für „Die Kinder von Kamp“

Wandlitz, den 11.03.2016

Wandlitzer Bürgermeisterin zu Gast in polnischer Partnergemeinde

Seit mehr als 70 Jahren liegt ein deutsches Flugzeug auf dem Grund des Kamper Sees bei Trzebiatòw nahe der polnischen Ostseeküste. Das Wasserflugzeug stürzte am 5. März 1945 kurz nach dem Start in den See und versank. In dem Wrack befinden sich noch immer die sterblichen Überreste von mindestens 70 deutschen Kindern und ihren Betreuungspersonen. Die Hintergründe für den Absturz der Do24 sind bis heute nicht genau geklärt. Sicher ist dagegen,  dass die Mädchen und Jungen, die im Rahmen der Kinderlandverschickung vor den Bombardierungen aus deutschen Ballungszentren zu Tausenden in die Gegend rund um Kolberg ins heutige Polen gebracht worden waren, vor der ab Frühjahr 1945 heranrückenden russischen Front evakuiert werden sollten.

 

Seit 2012 hat der bisherige Bürgermeister der Wandlitzer Partnergemeinde Trzebiatòw, Zdzislaw Matusewicz, jährlich am 5. März zu einer Gedenkfeier an den Kamper See eingeladen. Zusätzlich rief er gemeinsam mit der deutschen Kriegsgräberfürsorge ein deutsch-polnisches Jugendprojekt unter dem Namen „Die Kinder von Kamp“ ins Leben. Dessen gesetztes Ziel ist es u.a., die nötigen finanziellen Mittel zu beschaffen, um das Flugzeugwrack zu bergen, es im Rahmen einer historischen Ausstellung rund um die Ereignisse des März 1945 zu zeigen und den damals verunglückten Kindern, ihren Betreuern und natürlich den Piloten ein letzte würdige Ruhestätte zu geben.

 

Bis es soweit ist, wird mit Sicherheit noch eine ganze Weile vergehen. Denn das Flugzeugwrack zu bergen wird kompliziert, eine meterhohe Schlammschicht bedeckt es. Immerhin konnte jetzt am 5. März ein Gedenkort in der Nähe der Absturzstelle eingeweiht werden. Markus Meckel, Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge hatte aus diesem Anlass zu einer ökumenischen Feierstunde mit Kranzniederlegung nach Trzebiatòw eingeladen. Bürgermeisterin Jana Radant und Ralf Becker als Repräsentant der Wandlitzer Arbeitsgemeinschaft Städtepartnerschaften waren der Einladung nach Polen gefolgt. Die weit mehr als partnerschaftlichen Beziehungen von Wandlitz zum polnischen Trzebiatòw bestehen seit mittlerweile 14 Jahren.

 

Bei Rückfragen  wenden Sie sich bitte an: Gemeinde Wandlitz, Pressestelle, Elisabeth Schulte-Kuhnt

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