Start frei für die Basdorfer Gärten

Wandlitz, den 05.10.2016
Staatssekretärin Ines Jesse übergibt Darlehensvertrag über 9,2 Millionen Euro

Eine Grundsteinlegung im klassischen Sinn wie bei Neubauvorhaben gab es am 5. Oktober auf dem ehemaligen Areal der Polizeifachhochschule in Basdorf nicht. Dafür ein offizielles „Start frei für die Basdorfer Gärten“ mit Landesunterstützung. Ines Jesse, Staatssekretärin im brandenburgischen Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, (MIL) war gekommen und hatte für das bisher größte Investitionsprojekt der Gemeinde einen Darlehensvertrag im Gepäck. Die Gesamtkosten für das Bauprojekt liegen bei immerhin 15,9 Millionen Euro. 9,2 Millionen Euro davon stellt das Land als zinsloses Baudarlehen bereit. „Dank des großen Engagements der Gemeinde werden aus den ehemaligen Kasernen attraktive Gebäude mit einem guten Angebot für bezahlbaren Wohnraum. Wandlitz trägt dazu bei, den angespannten Wohnungsmarkt im nördlichen Berliner Umland zu entlasten,“ lobte die Staatssekretärin. Immerhin sollen 78 der insgesamt 104 Wohnungen, die in den zwei ehemaligen Kasernenblöcken entstehen, mietpreisgebunden sein. 39 Wohnungen werden für Personen mit Wohnberechtigungsschein vorgehalten, weitere 39 Wohnungen für potentielle Mieter, deren Einkommen maximal 40 Prozent über der Grenze für einen Wohnberechtigungsschein liegt. Nur 26 Wohnungen werden ohne Belegungsbindung frei vermietet.

Staatssekretärin Ines Jesse sieht die Gemeinde Wandlitz mit dem Bauvorhaben „Basdorfer Gärten“ als positives Beispiel und wünscht sich zahlreiche Nachahmer im Land. Der soziale Wohnungsbau sei wieder im Fokus auf Bundes- und Landesebene - nach vielen Jahren der Vernachlässigung. Bis 2019 stehen allein in Brandenburg 100 Millionen Euro bereit, mit denen das Land den sozialen Wohnungsbau wieder ankurbeln möchte.

Peter Zielonkowski vom Planungsbüro van geisten.marfels architekt skizzierte die Herausforderungen, die sich aus Architektensicht beim Umbau der ehemaligen Kasernenblöcke in Wohnraum stellen: „Man muss beim sozialen Wohnungsbau Kompromisse machen.“ Es sei ein manchmal ziemlich steiniger Weg, innerhalb des Kostenrahmens eine vernünftige Lösung zu finden. Persönlich freue er sich aber über diese Herausforderung. „Endlich mal wieder sozialer Wohnungsbau, nachdem jahrelang immer schicker und immer teurer gebaut wurde“, so Zielonkowski.

Das Ergebnis des aufwändigen und in etlichen Besprechungen abgestimmten Umbauprojektes: In jedem der zwei Blöcke werden jeweils 52 Wohnungen zwischen 47 und 118 Quadratmetern entstehen. Alle Wohnungen verfügen über einen Balkon bzw. über einen Garten im Erdgeschoss.

Norbert Illiges, Geschäftsführer der BEG, Basdorf Entwicklungsgesellschaft, betonte die Bedeutung des Bauprojektes „Basdorfer Gärten“ für die Entwicklung des Gesamtareals. „Es ist wichtig, dass hier sichtbar etwas passiert. Die Gemeinde ist mit diesem Projekt ein Eisbrecher, der andere Investoren ermutigen wird“, formulierte er. Die Neueröffnung des REWE Green Buildings am 10. November setze ebenfalls ein wichtiges Zeichen.

 

 

 

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