Berliner Umweltsenat entscheidet gegen Windräder im Liepnitzwald

Wandlitz, den 20. 03. 2018

Einen mehr als guten Grund zum Feiern gibt es am Freitagabend in Wandlitz. Bürgermeisterin Jana Radant lädt alle Unterstützer aus der Gemeinde und darüber hinaus, die sich seit mehr als sieben Jahren gemeinsam mit der Verwaltung aktiv und mit großem Engagement gegen die Errichtung von Windrädern im Liepnitzwald stemmen, zu einem Dankeschön-Treffen um 18 Uhr ins Wandlitzer Rathaus ein.

 

„Vor wenigen Tagen haben wir von den für den Liepnitzwald zuständigen Berliner Forsten die Information erhalten, dass die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz den Antrag eines Investors zum Bau und Betrieb von acht Windkraftanlagen im Liepnitzwald abgelehnt hat,“ freut sich die Wandlitzer Verwaltungschefin über die zukunftsweisende Entscheidung aus Berlin. Als ein Grund für die Absage wurde zum Beispiel die Bedrohung der im Liepnitzwald vorkommenden Fledermauspopulationen – insgesamt 18 von deutschlandweit nachgewiesenen 21 Fledermausarten gibt es hier – genannt. Außerdem wurde auf die wichtige Schutz- und Erholungsfunktion des Liepnitzwaldes hingewiesen.

 

„Ich bin mehr als glücklich, dass die zuständige Berliner Umwelt-Senatsverwaltung dem Bau von Windrädern auf seinen Waldflächen im Liepnitzwald eine klare Absage erteilt hat“, so die Wandlitzer Verwaltungschefin. Das Versprechen des seit mehr als 100 Jahren bestehenden Berliner „Dauerwaldvertrages“ werde damit eingelöst. Im diesem seit 1915 bestehenden Vertrag verpflichtet sich Berlin, den grünen Gürtel um die Metropole für alle Zeit vor Verbauung zu schützen und auf Dauer für die Bürgerinnen und Bürger als Naherholungsfläche zu erhalten. Dieser einzigartige Dauerwaldvertrag ließ Berlin zur grünsten Metropole Europas werden. Derzeit liegen circa 17.500 ha Wald auf Berliner Stadtgebiet, außerhalb der Stadtgrenzen sind es noch einmal rund 11.500 ha Wald. Der Liepnitzwald bei Wandlitz befindet sich zu 2/3 im Eigentum des Landes Berlin.

 

Der Regionalplan Uckermark-Barnim mit seinem sachlichen Teilplan für die Windnutzung ist seit Oktober 2016 rechtswirksam. Darin ist u.a. im Liepnitzwald eine Fläche von 261 ha als Windeignungsgebiet ausgewiesen. Im Regionalplanentwurf von 2011 hatte die regionale Planungsgemeinschaft Uckermark-Barnim zunächst sogar 577 ha Waldfläche für die Windenergienutzung eingeplant. Bürgermeisterin Jana Radant: „Auch mit der großartigen und stimmgewaltigen Unterstützung zahlreicher engagierter Bürgerinnen und Bürger, allen voran die Bürgerinitiative „Hände weg vom Liepnitzwald“, ist es gelungen, einen Etappensieg zu erringen, um den ökologischen Unsinn zu verhindern, Wald in eine Industriebrache zu verwandeln. Darauf wollen wir gemeinsam anstoßen.“

 

Bei Rückfragen  wenden Sie sich bitte an: Gemeinde Wandlitz, Pressestelle, Elisabeth Schulte-Kuhnt

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