Klosterfelde

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Durch Klosterfelde, ein märkisches Straßendorf, verläuft heute die den Ort in Nord-Südrichtung durchquerende verkehrsreiche B 109. Heutzutage ist Klosterfelde nach Basdorf und Wandlitz mit seinen mehr als 3.000 Einwohnern der drittgrößte Ortsteil der Gemeinde Wandlitz. 1242 wurde der Name Closterveld erstmals urkundlich erwähnt Die Gründung dürfte unmittelbar mit der deutschen Besiedelung des Raumes zwischen Elbe und Oder erfolgt sein und wird der Initiative des Zisterzienserklosters Lehnin zugeschrieben. Ein ganz besonderes Kleinod ist die im 13. Jahrhundert erbaute Kirche. Dieser Granitbau mit dem reich verzierten Altar von 1719 und der Kanzel bildet bis zum heutigen Tag den Mittelpunkt des Ortes. Auf dem inzwischen neu gestalteten Dorfanger ragen das sowjetische Ehrenmal für die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges und das deutsche Kriegerdenkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Klosterfelder Söhne heraus.

 

Um 1700 zählte der Ort 250 Einwohner. Die Bevölkerung des Bauerndorfes verdoppelte sich bis zum Jahre 1800. Mit dem Bau der Chaussee Berlin - Prenzlau von 1834 bis 1836 und der Bahnlinie Reinickendorf - Groß Schönebeck (1901) wurde Klosterfelde auch für die Ansiedelung von Industrie interessant. 1878 ließ sich der spätere  Möbelfabrikant Louis Bergemann in Klosterfelde nieder und entwickelte hier einen über Jahrzehnte dominierenden Großbetrieb.

 

Zu DDR-Zeiten war das Holzverarbeitungswerk,  dessen Produkte im In- und Ausland sehr gefragt waren, einer der größten Arbeitgeber in der Region. Einen besonders guten Ruf hatten die seit 1950 hergestellten Küchenmöbel, die mit stark reduzierter Belegschaft bis Ende der neunziger Jahre produziert wurden. Klosterfelde galt zu Zeiten der DDR als Industriegemeinde, trotz der Groß-LPG Pflanzenproduktion Klosterfelde mit über 4.000 Hektar von Schönerlinde bis Zerpenschleuse, des Agrochemischen Zentrums und des Kartoffellagerhauses.