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Lehrpfad durch die Geschichte der Basdorfer Gärten eingeweiht

Foto: Josie Rücker (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: Foto: Josie Rücker

16 Stelen wurden kürzlich auf dem Gelände der Basdorfer Gärten eingeweiht. Sie bilden eine wertvolle Informationsquelle für alle, die sich für die Geschichte des Geländes interessieren.

 

Bürgermeister Oliver Borchert wies bei der Einweihung der Stelen auf die wechselvolle Geschichte des Geländes hin. Zur Zeit des 2. Weltkrieges stand hier das größte Zwangsarbeiterlager Brandenburgs und Berlins, wo rund 6000 Menschen aus 13 Nationen für die BMW-Rüstungsindustrie arbeiten mussten. Nach dem Krieg stand das Gelände kurze Zeit zur freien Verfügung und die Basdorfer Gemeinde nutzte die Räumlichkeiten für alles, was gebraucht wurde – Räume für Schule, Schuhmacher, Ärzte und auch eine Likörfabrik entstanden.

 

Nach Gründung der DDR wurde auf dem Gelände die kasernierte Bereitschaftspolizei stationiert. Nach der Wende fand die Fachhochschule der Polizei hier für viele Jahre ihre Wirkungsstätte. Heute sind die Basdorfer Gärten ein Wohngebiet mit beliebtem Polizeisportverein und einem großen einladenden Wiesenpark. Die Idee zu den Stelen geht auf die frühere Kulturamtsleiterin Dr. Claudia Schmid-Rathjen zurück, die gemeinsam mit dem Historiker Dr. Halbrock die historischen Hintergründe recherchierte. 

 

Mit der Basdorfer Entwicklungsgesellschaft BEG hatte das Projekt die richtige Unterstützung. Geschäftsführerin Cathleen Koroschetz war ebenfalls bei der Einweihung vor Ort. „Wir haben den Verantwortlichen inhaltlich keine Vorgaben gemacht. Als Entwicklungsgesellschaft wollen wir auch wissen, wie dieses Gelände früher genutzt wurde. Das ist auch für unsere Bewohnerschaft interessant.“ Und nicht nur das: Drei Tafeln sind dem Landschaftsschutz gewidmet. Sechs Tafeln stehen direkt vor historischen Gebäuden und sieben Tafeln beschäftigen sich inhaltlich mit den Themen, die vor Ort relevant waren. Anwohnerinnen und Anwohner der Gemeinde sowie Gäste können sich von nun an ein Bild von der wechselvollen Geschichte machen.  

 

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